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1945 bis 1955

Nach Ende des 2. Weltkrieges, bereits 1946 entstand auch an der Saar politisches Leben. Politische Gruppierungen beantragten zu diesem Zeitpunkt ihre Zulassung. Zugelassen wurden aber nicht alle Parteien, sondern nur solche, die den pro französischen Kurs der Regierung Hoffmann mitgetragen hatten.

So etwa wurde die Sozialdemokratische Partei Saar (SPS) zugelassen, weil sie sich bereits sehr früh auf eine Politik des wirtschaftlichen Anschlusses des Saarlandes an Frankreich und der politischen Autonomie der Saar festgelegt hatte. Die Deutsche Sozialdemokratische Partei Saar (DSP) hingegen, die von Kurt Conrad und Friedel Regitz mitgründet worden war, setzte sich für eine Eingliederung der Saar in die Bundesrepublik ein. Deshalb wurde ihr die Zulassung als Partei verweigert.

Auch beim damals politischen Gegner der CVP, also der Partei des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann kurz JoHo genannt, geschah Ähnliches. Unzufriedene spalteten sich aus der CVP ab und gründeten die CDU, die ebenfalls nicht zugelassen wurde.

Erst im Vorfeld der Volksabstimmung zum Saarstatut am 23. Oktober 1955 trat hier eine Veränderung ein. 3 Monate vor diesem Referendum endete der Zulassungszwang für Parteien. Die pro deutschen Parteien hatten hierauf lange gewartet. Deshalb kam es zu diesem Zeitpunkt zu vielen Parteigründungen auf örtlicher Ebene in den Gemeinden des Saarlandes.


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