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Mitteilungen

05.11.2018

Pro und Contra Pferderennen 2019

Rita Nickolai-Heinrich: Warum ich gegen das Pferderennen gestimmt habe   Anna Schmidt: Warum ich für das Pferderennen gestimmt habe

In seiner Sitzung am 25. Oktober diskutierte und entschied der Stadtrat darüber, ob es auch im kommenden Jahr ein Pferderennen geben solle oder nicht und ob die Verwaltung ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Rennens weiterverfolgen darf.
Hintergrund: Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 15. März 2018 beschlossen, dass es in 2018 wieder ein Pferderennen geben solle, dass aber keine teuren Investitonen - wie z.B. die Erneuerung der Rails - mehr durchgeführt werden dürfen., solange nicht klar ist, ob der Rennen eine dauerhafte Zukunft hat. Außerdem muss eine detaillierte Aufstellung der Kosten vorgelegt werden und die Verwaltung muss sich Gedanken darüber machen, wie die Kosten gesenkt und das Pferderennen attraktiver gemacht werden können.
Mitarbeiter Toni Bartz legte nun diese angeforderte Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben des Rennens und eine Ideensammlung vor.
Der Rückblick auf das Rennen 2018 ergibt folgende (vorläufige) Bilanz: Obwohl Kaiserwetter herrschte und viele Besucher kamen, kostet das Pferderennen die Stadt 107 716,68 €. Damit war das Rennen noch rund 30 000 € teurer als 2017. Es versteht sich, dass diese Zahlen einen Rat zwingen, sich sehr genau zu überlegen, ob die Traditionsveranstaltung weiterhin jedes Jahr rund 100 000 € kosten darf.
Innerhalb der SPD-Fraktion gab es vor dem Hintergrund dieser Zahlen und der Tatsache, dass noch weitere Investitionen im Renngelände notwendig werden (unter anderem die Erneuerung der Rails und die Sanierung der Tribüne) die folgenden unterschiedlichen Positionen.

  •  Die Ratsmitglieder aus den Stadtteilen argumentieren: Wir wollen nicht zustimmen, dass für eine fünfstündige Veranstaltung, die bei gutem Wetter ca. 5 000 Besucher/ innen anzieht, jedes Jahr rund 100 000 € ausgegeben werden. In den Stadtteilen pflegen die Vereine für kleines Geld die Grünflächen, weil der Bauhof keine Kapazitaten mehr hat. Gleichzeitig bindet das Rennen den Bauhof für ca. 3 Wochen; dadurch entstehen der Stadt Kosten von rund 50 000 € und in den Stadtteilen bleibt währenddessen die Arbeit liegen. Da Lebach weiterhin defizitär ist, können dringend notwendige Sanierungsarbeiten an Straßen und Gebäuden nicht angegangen werden. Da können wir unseren Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr vermitteln, dass wir das Rennen durchführen, und stimmen folglich gegen die Fortführung. Tradition muss man sich auch leisten können.

Rita Nickolai-Heinrich für die SPD-Ratsmitglieder aus den Stadtteilen

  • Die Ratsmitglieder aus Lebach argumentieren: Ohne das Rennen würde der Grünen Woche ein zentraler Bestandteil fehlen. Man sollte derartig identitätsstiftende Traditionen nur aufgeben, wenn alle Vesuche gescheitert sind, sie finanzierbar zu halten/ zu machen. Aus diesem Grund wollen wir Herrn Bartz ermächtigen, mit einem professionellen Veranstalter von Mittelaltermärkten in konkrete Verhandlungen einzutreten. Angedacht ist, rund um das Pferderennen im dortigen Wiesengelände ein dreitägiges Mittelalterteiben zu veranstalten. Dies könnte der Grünen Woche eine Attraktion hinzufügen, nachdem sie durch den Wegfall des Tages der Offenen Tür in der Kaserne bereits an Attraktivität eingebüßt hat. Markttreiben gehört unbedingt zum Image Lebachs dazu; vielleicht gelingt es, einen weiteren attraktiven Markt zu installieren. Sollte dies nicht gelingen, werden auch wir einer Fortführung des Pferderennens in 2020 nicht mehr zustimmen.


       Anna Schmidt für die SPD-Ratsmitglieder aus Lebach

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