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04.04.2016 23:58

Jusos Lebach kritisieren die Kürzung des Taschengeldes für Flüchtlinge in der Landesaufnahmestelle Lebach

Als absolut falschen Ansatz kritisieren die Lebacher Jusos die von Innenminister Klaus Boullion vorgenommene Taschengeldkürzung für Asylbewerber in der Landesaufnahmestelle Lebach: „Bereits im Februar wurde den Flüchtlingen der monatliche Geldbetrag abgesenkt. Mit 122 Euro müssen sich die Menschen jetzt einen ganzen Monat lang selbst versorgen. Das ist wenig Geld für jemanden, der meist keinerlei finanzielle Rücklagen mitbringt. Hier gilt nicht die Devise „weniger ist mehr“ – denn weniger Geld für Sprachkurse bedeute de facto weniger Geld für Integration. Wie sollen so Freizeitaktivitäten, die Fahrt mit dem Bus in die nächste Gemeinde oder ein Besuch im Kino bezahlt werden? Wenn wir den Menschen diese Möglichkeiten durch gezielte Geldkürzungen absprechen, dürfen wir im Gegenzug nicht erwarten, dass Integration zum Selbstläufer wird. Insofern ist es nahezu zynisch, wenn Boullion behauptet, in Lebach werde täglich ein erster Schritt zu einer gelungenen Integration in unsere Gesellschaft geleistet. Außerdem ist es naiv zu glauben, Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten, kämen nicht mehr nach Deutschland, weil es im Monat 22 Euro weniger Taschengeld gibt. Es scheint so, als würde Bouillon jetzt aufgrund der vergangenen Landtagswahlen und dem Erstarken der AFD nach rechts einknicken. Allerdings: Das Retten von Menschenleben mit Geld aufzuwiegen ist für eine christliche Partei doch mehr als unschicklich.
Was wir wirklich brauchen ist ein vernünftiges Integrationskonzept, das alle Menschen im Blick behält und nicht versucht, die eine gegen die andere schwache Gruppe auszuspielen. Wir fordern Minister Boullion deshalb dazu auf, seine Schulden zu begleichen, die bisher gezahlten 145 Euro auch weiterhin auszuzahlen und endlich für eine angemessene, finanzielle Ausstattung der kommunalen Seite zu sorgen, denn dort, in den Kindergärten, den Schulen, den Jobcentern und den Sozialämtern entscheidet sich, ob Integration auch langfristig gelingt.“





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