Navigation

Springe direkt zu

- -

A- A A+

Inhaltsbereich

Sicher leben in Landsweiler: Bericht

 

Der Bürger selbst kann am meisten dafür tun, um sein Hab und Gut besser vor Einbrechern und dem oft damit verbundenen Vandalismus zu schützen.

 

Am Mittwoch, dem 20.02.2019 führte der SPD Ortsverein Landsweiler im Clubheim des Sportvereins Landsweiler eine  Informationsveranstaltung zum Thema: „Wie schütze ich mich vor Einbruch und Vandalismus?“ durch. Da der Referent, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei des Saarlandes David Maaß kurzfristig verhindert war, sprang Hugo Müller spontan ein. Als stellvertretender Präsident der Polizei des Saarlandes ist er natürlich mit der Thematik genauso gut vertraut wie Herr Maaß.
Insgesamt gibt es im Saarland statistisch gesehen rund 70.000 Einbruchsdelikte. Etwa die Hälfte dieser Delikte ist erfolgreich. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um versuchte Einbrüche.
Damit liegt das Saarland statistisch gesehen im Bundesdurchschnitt.
In Landsweiler gab es im Jahr 2017 fünf und im Jahr 2018 nur zwei Einbrüche d.h. deutlich weniger als im Durchschnitt des Saarlandes und Deutschlands.
Die Polizei kann Wohnungseinbrüche flächendeckend nicht verhindern. Der Bürger selbst kann selbst sehr viel dagegen tun. Hugo Müller gab aus der Sicht der Polizei eine ganze Reihe   einfacher und praktikabler Tipps, wie man sich selbst und sein Hab und Gut besser vor Einbrechern und dem oft damit verbundenen Vandalismus schützen kann.
Bei den Tätern gibt es neben den Drogenabhängigen, die als Gelegenheitsdiebe auftreten vor allem osteuropäische organisierte Banden, die im Saarland ganz bewusst die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg ausnutzen. Diese Banden gehen ganz gezielt vor. Eine erste Gruppe erkundet geeignete Objekte, bei denen das Entdeckungsrisiko möglichst gering und ein Einbruch lohnend ist. Sie geben ihre Informationen an eine zweite Gruppe weiter, die dann den Einbruch ganz gezielt durchführt. Dieser Einbruch dauert durchschnittlich nicht länger als 5 bis 6 Minuten.
Wenn man davon ausgeht, dass die allermeisten Wohnungseinbrüche tagsüber stattfinden und die Täter nur in eine Wohnung einbrechen, wenn sie davon ausgehen, dass sich niemand in der Wohnung befindet, macht es Sinn, alles zu tun, was eine Anwesenheit in der Wohnung vortäuscht. Hier ist an erster Stelle Licht zu nennen. Dunkelheit in einer Wohnung ist für einen Täter immer ein Indiz für die Abwesenheit des Wohnungseigentümers. Über Zeitschaltuhren lassen sich leicht an ein- zwei Stellen im Haus Lampen oder Fernseh-Simulatoren schon am frühen Nachmittag einschalten.
Außerdem sollte man einem möglichen Täter das Eindringen in die Wohnung so schwer wie möglich machen. Dazu sind einbruchhemmende Fenster mit abschließbaren Griffen und einbruchhemmende Haus- und Kellertüren unverzichtbar. Wenn es einem Einbrecher nicht gelingt, in kürzester Zeit in das Haus oder die Wohnung zu gelangen, lässt er von seinem Vorhaben ab. Das zeigt auch die hohe Zahl von versuchten und nicht vollendeten Einbrüchen. Auch eine sich selbständig einschaltende Außenbeleuchtung in den von der Straße aus nicht einsehbaren Bereichen stellt ein erhöhtes Entdeckungsrisiko für einen Täter dar, das ihn in den meisten Fällen von einem Einbruchsversuch abhält.
Natürlich müssen alle Fenster und Türen bei einem auch nur kurzen Verlassen des Hauses abgeschlossen werden.
In einer lebhaften Diskussion beantwortete Hugo Müller anschließend die Fragen der Teilnehmer. Er warnte davor, Bettlern und vor allem Bettlerinnen mit Kindern die Haustür zu öffnen, weil die Gefahr groß ist, dass es sich dabei um Kundschafter von Einbruchsbanden handeln kann.
Hugo Müller warnte aus der Sicht der Polizei auch davor, sich einem nächtlichen Einbrecher in den Weg zu stellen. Im Gegensatz zu einem Tageseinbruch geht ein nächtlicher Einbrecher davon aus, dass sich die Bewohner im Haus befinden und bereitet sich auf eine mögliche Begegnung vor, indem er eine Waffe mitführt. Die Gefahr, sich zu verletzen ist für einen Hausbewohner viel zu groß. Statt sich dem Einbrecher in den Weg zu stellen, sollte man sich lieber einschließen und die Polizei anrufen. 
 
F.d.R Gerd Gasper
Verantwortlicher für die Pressearbeit der SPD Landsweiler

 

Interessierte Zuhörer


Referent Hugo Müller

 

Beratung und Information

 

Landespolizeipräsidium - Dir. LPP 2 Kriminalitätsbekämpfung/LKA
Graf-Johann-Straße 25-29
66121 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 962-3535
Telefax
(0681) 962-2865

Webseite
www.saarland.de/15602.htm


Rechter Inhaltsbereich